Der mutmaßliche Täter in einem Mordfall in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade, der sechs Menschen erschossen haben soll, wurde als türkischer Staatsbürger identifiziert. Er ist angeblich Mitglied des arabischen Miri-Clans aus der türkischen Region Mardin und gehört zur arabischen Minderheit in der Türkei, den Mhallami.

Der 45-jährige Mann war bereits polizeibekannt, unter anderem wegen Bedrohung, aber nicht als gewalttätig. Am Montagmittag erschoss er die sechs Opfer – alle Mitarbeiter der Einrichtung – zuvor hatte er einen Termin im Sorgerechtsstreit um seine drei Monate alte Tochter, die sich zum Tatzeitpunkt mit ihrer 34-jährigen Mutter in der Einrichtung befand.

Der Täter konnte nach kurzer Flucht in einem Auto gestellt werden, das von einer 55-jährigen Frau gefahren wurde, die enge Verbindungen zur Familie des Mannes hat. Unter den Opfern handelte es sich um vier Frauen und zwei Männer.

Es gab keine weiteren Verletzten außer den sechs Todesopfern.