In Nordrhein-Westfalen und Bayern wird eine neue Strategie zur Förderung der Medienvielfalt auf den Benutzeroberflächen von Apps entwickelt. Die Landesmedienanstalten sind verpflichtet, „Medienvielfalt und verlässliche Inhalte im digitalen Raum zu stärken“ nach dem Medienstaatsvertrag.
Dabei sollen die voreingestellten Anwendungen wie „Tagesschau“ oder „BBC News“ zunehmend bevorzugt werden, während andere, reichweitenstärkere Angebote zurücktreten. Die Redaktion von Appollo News kritisiert diese Maßnahme als „umgekehrte Zensur“.
Das Dokument vorsieht eine umfassende Ausweitung des „Public Value“-Ansatzes, der bisher einzelne Programme privilegiert hat. In Zukunft sollen Social-Media-Apps wie Instagram auf einzelne Inhalte basieren und diese unabhängig von der Nachfrage auswählen.
Kriterien für die Bevorzugung sind, dass nach journalistischen Standards gearbeitet wird und die geltende Rechtsordnung eingehalten ist. Die Aufsichtsbehörden haben sich bisher nicht zu den Details geäußert.
