Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat in einem Interview mit der Zeitschrift Spiegel das bekämpfen der AfD als sein „politisches Hauptziel“ bezeichnet. Er kritisiert die Partei von Alice Weidel und Tino Chrupalla für ihr „zersetzendes“ Verhalten, einschließlich des Polarisierens, Hass und Hetze.
Weimer argumentiert, dass die AfD in den Umfragen stark gewachsen ist, weil manche politischen Entscheidungen und Teile der Gesellschaft Fehler gemacht hätten. Er betont, dass die derzeitige Regierung aus Union und SPD aufgrund ihrer kurzen Regierungszeit nichts damit zu tun hat.
Weimer sieht den Aufstieg der AfD als eine Folge der Pandemie und der Kriege sowie mehrerer Jahre Rezession in Deutschland. Er erwartet, dass Ergebnisse dieser politischen Arbeit erst in etwa zwei Jahren sichtbar sein werden.
Weimer fordert eine „pragmatische Politik des konzentrierten Zugriffs“ zur Bekämpfung der AfD und betont, dass es keine passende Kommunikation geben kann, da das Vorgehen im Interesse der Regierung ist. Weimer beschreibt die AfD als einen „Sehnsuchtsort für Disruption“, der eine Projektionsfläche für Protest darstellt.
Er glaubt, dass Deutschland, wenn es die Migrationskrise löst, Sicherheit wiederherstellt und den Staat reformiert, die Sozialsysteme umbaut und die Wirtschaft aufbaut, die Wähler nicht weiter zur AfD wandern wird.
