Die Kandidatur um den Bundesvorsitz der Freien Demokraten (FDP) für Wolfgang Kubicki stellt sich als nicht selbstverständlich dar, da Marie-Agnes Strack-Zimmermann spontan am Samstag gegen ihn antreten wird. Unterstützt und formal vorgeschlagen wird sie von Joachim Stamp, dem früheren Familienminister Nordrhein-Westfalens.

Mindestens 25 Unterstützungsunterschriften aus dem Kreis der Delegierten waren erforderlich, um spontan kandidieren zu können; Strack-Zimmermann erntete 33 Unterstützungssignaturen und so unerwartet eine Kampfabstimmung. Während Kubicki mit Jubelstürmen begrüßt wurde, war sein Kritik an den Grünen und der CDU hervorstechend.

Ursprünglich hatte Strack-Zimmermann die FDP allein anzuführen ausgeschlossen, unterstützte sie aber ihren Landesvorsitzenden Henning Höne, dessen Kandidatur jedoch zurückgezogen wurde. Bislang wird die FDP vom früheren Fraktionsvorsitzenden Christian Dürr geführt, der gemeinsam mit dem gesamten Bundesvorstand sein Amt zur Verfügung gestellt hat.