Der Sohn des AfD-Fraktionschefs im Saarland, Michel Dörr, ist nicht nur Mitarbeiter in der Fraktion, sondern hauptberuflich auch verbeamteter Lehrer an einer saarländischen Gemeinschaftsschule. Trotz eines langen öffentlichen Streits mit seinem Vater und trotz krankheitsbedingter Abwesenheit von fast einem Jahr an der Schule erhielt Dörr weiterhin volle Beamtenbezüge, während er für die Fraktionsarbeit gesund genug war.
Dieser Fall ist besonders brisant, da es sich um einen weiteren Fall von Vetternwirtschaft bei der AfD handelt und ähnliche Situationen in anderen Parteien bereits publik geworden sind. Dörrs Nebentätigkeit wurde erst bekannt, nachdem die AfD-Fraktion im Februar eine spezielle elektronische Zugangskarte für ihn beantragt hatte.
Die AfD weigert sich jedoch, über den Fall zu kommentieren. Gegenwärtig werden dienstrechtliche Maßnahmen geprüft, da Dörr seine Nebentätigkeit eingestanden hat und an eine andere Schule versetzt wurde.
