Der Übernahmeprozess der Commerzbank durch die italienische Unicredit nimmt nun eine heiße Phase an. Die Bank erhielt ein konkretes Angebot von 0,485 Unicredit-Papieren je Commerzbank-Anteil, was einem Wert von rund 31,5 Euro pro Aktie entspricht.
Neben dem offenen Konflikt zwischen den beiden Seiten gibt es auch innenpolitische Spannungen: Der Commerzbank-Betriebsratschef Stefan Uebel kritisierte die Kommunikationsstrategie von Unicredit und forderte eine direkte Verhandlung. Zudem plant die Commerzbank bis 2030 den Abzug von rund 3.000 Vollzeitstellen, um auf den Druck durch Unicredit zu reagieren und ihre Eigenständigkeit zu unterstreichen.
Die Bundesrepublik Deutschland ist mit einem Anteil von zwölf Prozent Eigentümerin der Commerzbank, was die politischen Komplexitäten des Prozesses erhöht.
