Der Bundesrat hat die von der Bundesregierung vorgeschlagene Entlastungsprämie von 1.000 Euro für Beschäftigte abgelehnt, was zu großer Freude bei den Ländern und Arbeitnehmern führte. Die Prämie, die von ihren Arbeitgebern bezahlt werden sollte, stieß von Beginn an auf Missbilligung und wurde auch von der CDU-Parteikolonne im Bundesrat abgelehnt.
Nur die Länder, die ausschließlich von SPD und Grünen regiert werden, standen dem Gesetzentwurf zugestimmt, aber selbst hier gab es Kritik. Der scheidende Ministerpräsident Baden-Württembergs Winfried Kretschmann warf dem Bund vor, dass er die langfristige Finanzierung offenlasse.
Arbeitgeberverbände kritisierten das Vorhaben bereits nach der Ankündigung und lehnten die freiwillige Auszahlung ab. Gerhard Erdmann des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft nannte die Prämie einen „Murks“.
Die FDP-Politiker Wolfgang Kubicki zeigte sich erfreut über die Absage, da er die Prämie als unverantwortliche Symbolpolitik sah, die der deutschen Wirtschaft schadete.
