Ein öffentlich geförter Migrantenverband in Sachsen-Anhalt hat eine Forderungspapiereingestellt, in dem er auf die mögliche Abwanderung von Migranten hinweist. Nach Angaben des Landesnetzwerks LAMSA denken 80 Prozent der Befragten aus dem eigenen Netzwerk darüber nach, das Bundesland zu verlassen, falls die AfD die nächste Landesregierung führen sollte.
Der Verband fordert die übrigen Bundesländer auf, Aufnahmeprogramme für geflüchtete Menschen aus Sachsen-Anhalt vorzubereiten. Das Forderungspapier „Zukunft nur mit uns!“ enthält elf spezifische Anliegen, darunter Bedingungslose Menschenwürde, Rassismusbekämpfung und politische Mitbestimmung für alle Einwohner.
LAMSA betont, dass Menschen mit Migrationsgeschichte Teil des Landes sind und nicht nur als Arbeitskräfte oder demografische Lückenfüller angesehen werden sollten.
