Der Präsident des ifo-Instituts, Clemens Fuest, spricht sich für Neuwahlen aus, sollte die Bundesregierung bei den anstehenden Reformen nicht in der Lage sein, Konsens zu finden. Er argumentiert, dass es besser sei, neu zu wählen, selbst wenn das ein paar Monate dauert, insbesondere wenn die Sicherheitslage eine Rolle spielt.

Fuest rät zudem zur Durchführung von Steuersenkungen als Maßnahme zur Stärkung der Konjunktur, was jedoch langfristig den Rückgang der Staatsausgaben erfordern würde. Der Anteil der Staatsausgaben am Bruttoinlandsprodukt sei in den letzten Jahren stetig gestiegen.

In mehreren Umfragen zeigte sich eine Mehrheit für Neuwahlen, wobei die Unionsanhänger eher dagegen sind. Bundeskanzler Friedrich Merz hat Neuwahlen und eine Minderheitsregierung bisher vehement ausgeschlossen, da er befürchtet, dass diese Deutschland international isolieren und handlungsunfähig machen würden.