Der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse, Jens Baas, hat scharfe Kritik an den geplanten Einsparungen in der Gesundheitsreform der Bundesregierung. Er argumentiert, dass die reduzierte Einsparsumme von 19,6 Milliarden Euro auf 16 Milliarden Euro zu einer weiteren Steigerung der Beiträge für gesetzliche Krankenkassen führen würde.

Baas kritisiert insbesondere die Finanzierung der Krankenversicherung von Bürgergeldempfängern, die er als „Betrug am Bürger“ bezeichnet und die er mit 12 Milliarden Euro an Kosten lückenhaft sehe. Er befürchtet, dass der Staat nur 250 Millionen Euro zusätzlich übernimmt, was ihm unzureichend erscheint.

Auch die Kürzung des Bundeszuschusses um zwei Milliarden Euro für versicherungsfremde Leistungen wird als „Taschenspieltrick“ bezeichnet. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) kann die Kritik nachvollziehen, aber ändert sich aufgrund fehlender Mittel im Bundeshaushalt nicht viel.