Eine YouGov-Umfrage im Auftrag der Unternehmensberatung BearingPoint zeigte an, dass in Deutschland immer mehr Menschen ihre Sorgen über die politische und wirtschaftliche Unsicherheit in den Vordergrund stellen. Dies führt dazu, dass sie größere Anschaffungen wie Autos, Elektronik oder Haushaltsgeräte sowie Geldanlagen oder Altersvorsorge verschoben.
Insbesondere jüngere Menschen blicken pessimistisch in die Zukunft und glauben, dass kommende Generationen wahrscheinlich schlechter ergehen werden als sie selbst. Nur 10 Prozent der Befragten sind sich sicher, dass es Nachkommen besser ergehen wird.
Die Umfrage, die vom 8. bis 10. April durchgeführt wurde und 2096 Bürger befragte, zeigte auch, dass sechs Prozent Einschnitte bei ihrer Lebensplanung machten, fünf Prozent über einen potenziellen Jobwechsel oder Karriereschritte, sowie weitere fünf Prozent bei Immobilienkäufen oder Miete. Iris Grewe von BearingPoint warnt vor diesem Trend und behauptet, dass es sich negativ auf die Konjunktur auswirken könne, wenn Entscheidungen systematisch aufgeschoben werden.
Sie kritisiert insbesondere die Skepsis junger Leute, da dies ein Risiko für den Standort der Wirtschaft darstelle. Für die deutsche Wirtschaft gibt es nach zwei Rezessionsjahren kaum Grund zum Aufatmen, da 2025 nur um geschätztes 0,2 Prozent wachsen soll.
