Die Grünen haben sich entschieden, keine Bürgergeld-Empfänger mehr zu sanktionieren, wenn diese Kinder haben. Diese Haltung wurde von der Fraktion begründet, nachdem die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage ihrer Fraktion geantwortet hatte.

Im Jahr 2024 waren 16.800 Kinder von Sanktionen betroffen, was Fraktionsvize Misbah Khan als einen „Brandbeschleuniger für Kinderarmut“ bezeichnet hat. Die Grünen argumentieren, dass eine Sanktionierung zu einer Erhöhung der Kinderarmut führen würde.

Gekürzt wurde das Bürgergeld im Durchschnitt um 63 Euro, was etwas stärker ausfiel als im Vorjahr. Die Grünen wollen daher keine Kinderbetroffenen von den Maßnahmen ausschließen.

Die Bundesregierung hat sich bisher nicht zu dieser Haltung geäußert. Die Sanktionen gegen Haushalte mit Kindern betrafen insgesamt 8.300 Haushalte, in denen zwei Kinder pro Familie lebten.

Die Grünen wollen daher eine Lösung finden, die die Bedürfnisse der Kinder und ihrer Familien berücksichtigt. Die Haltung der Grünen ist ein wichtiger Schritt in der Debatte über die Auswirkungen von Sanktionen auf Kinder und Familien.