Die schwarz-rote Koalition plant eine drastische Steigerung der Tabaksteuer in Deutschland, die sich bis zum Jahr 2030 auf fast 54,8 Prozent erheben soll. Das Bundesfinanzministerium unter SPD-Chef Lars Klingbeil hat diese Erhöhung vorgeschlagen und sie wird in einer Formulierungshilfe festgehalten.
Der Preis für eine kleine Packung Zigaretten würde von der aktuellen Wertebereich um acht Euro in drei Jahren auf fast zwölf Euro steigen, was einen Anstieg von fast 50 Prozent bedeutet. Die Steueranteile würden sich entsprechend erhöhen: Im Jahr 2030 müssten Raucher rund 6,19 Euro an Tabaksteuern bezahlen – eine Erhöhung von knapp 55 Prozent im Vergleich zur aktuellen Situation.
Die neue Steuerpolitik soll nicht nur zur Haushaltskonsolidierung beitragen, sondern auch das Schutzziel der öffentlichen Gesundheit unterstützen. Sie soll dazu beitragen, die Raucherquote bei Jugendlichen und Erwachsenen zu senken.
Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, forderte jedoch höhere Preise für Tabak und hochprozentigen Alkohol, wobei er eine Steigerung des Zigarettenpreises auf 20 Euro vorschlägt. Auch Spirituosen sollten nach seiner Meinung deutlich teurer werden.
Diese Maßnahmen sind Teil einer langfristigen Strategie zur Bekämpfung von Rauchen und Alkoholkonsum, die den Haushalt der Bundesregierung stärken soll.
