Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze (CDU), hat sich heftig gegen die Pläne der AfD gerichtet, im Falle eines Wahlsiegs personelle Veränderungen in der Landesverwaltung vorzunehmen. Schulze spricht von geplanten „politischen Säuberungen“ und kritisiert eine mögliche Gleichschaltung des Staatsdienstes durch die AfD.

Die AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund plant, 150 bis 200 Stellen zu besetzen, unter denen sich nicht nur Spitzenämter, sondern auch leitende Funktionen auf Arbeitsebene und Führungspositionen in landeseigenen Unternehmen wie der Landesenergieagentur befinden. Schulze sieht diese Pläne als Angriff auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung und fordert Klarheit und Haltung, um solche Vorstellungen zu verhindern.

Zudem kritisiert er die AfD-Bundesvorsitzende Alice Weidel, die er beschuldigt, aus der Schweiz heraus entscheiden zu wollen, wer in den Osten nach Sachsen-Anhalt geschickt wird, um als gut bezahlter Beamter mit entsprechender Gesinnung die AfD-Ideologie durchzusetzen. Rund vier Monate vor der Landtagswahl, bei der die AfD laut aktuellen Umfragen deutlich führt (41 Prozent), fordert Schulze Rückhalt für seine Mitarbeiter im öffentlichen Dienst und verspricht alles zu tun, um solche Vorstellungen zu verhindern.