Der Landtag in Rheinland-Pfalz hat einen zusätzlichen Vizepräsidentenposten geschaffen, was die Kosten für die Steuerzahler um 13.000 Euro im Monat erhöht. Traditionell stellen die größte Regierungspartei und die größte Oppositionspartei jeweils einen Vizepräsidenten.

Da nach der Landtagswahl die AfD die größte Oppositionspartei ist, wurde stattdessen ein dritter Posten geschaffen, bei dem CDU und SPD jeweils einen Vizepräsidenten stellen. Katharina Binz von den Grünen erhielt den dritten Posten.

Der Steuerzahlerbund kritisiert das Manöver als unnotig und sparsamkeitsfeindlich. In Baden-Württemberg wurde ein ähnliches Vorgehen durchgeführt, um die AfD daran zu hindern, einen Vizepräsidenten zu besetzen; dort wurde die Anzahl der Vizepräsidenten von zwei auf einen reduziert.

Die Grünen-Politikerin Muhterem Aras wurde zur Vizepräsidentin gewählt.