Friedrich Merz, Bundeskanzler der CDU, kritisierte während des „Tag des Lokaljournalismus“ in Salzwedel die zunehmende Anonymität und herablassenden Äußerungen in den sozialen Medien. Er beklagte, dass politisches Spitzenpersonal, einschließlich ihm selbst, in einer Art und Weise angegriffen wird, die eine „giftige Wirkung auf das gesellschaftliche Klima“ hat.

Merz fand es bedauerlich, dass jeder anonym sagen kann, was er denkt, und dass dies in einer Sprache erfolgt, die ihm schwer erträglich ist. Er muss diese Situation ertragen, kann sie jedoch nicht ändern.

Merzs Frustration über anonyme Kritik und Attacken in den sozialen Medien ist bereits zuvor zum Ausdruck gekommen, als er sich für ein Ende der Anonymität auf Social Media ausgesprochen hatte. Er forderte Klarnamen im Internet an, um die Identität derjenigen zu klären, die sich zu Wort meldeten.

Diese Forderung wurde jedoch beim CDU-Parteitag im Februar 2026 in Stuttgart nicht durchgesetzt und stattdessen ein Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 14 Jahren beschlossen.