Trotz eines leichten Rückgangs von 0,7 Prozent verharrten Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland im Jahr 2025 bei über 106.000 Fällen, was deutlich über dem Niveau der Vor-Corona-Jahre liegt. Die Beratungsregelung, die im Jahr 2025 rund 96 Prozent aller Fälle betraf, zeigte keine detaillierten Erkenntnisse zu individuellen Motiven.
Der Anteil unverheirateter oder geschiedener Frauen war mit über 63 Prozent erhöht, während etwa 44 Prozent der betroffenen Frauen zuvor noch kein Kind geboren hatten. Die Schwangerschaftsabbrüche werden häufiger in einem frühen Stadium vorgenommen: Im Jahr 2025 lag der Anteil der Eingriffe in den ersten sechs Wochen bei 49 Prozent, verglichen mit nur 36 Prozent im Jahr 2015. Zudem hat sich die Altersverteilung verändert, wobei der Anteil älterer Frauen, insbesondere der 40- bis 44-Jährigen, deutlich gestiegen ist.
Im Jahr 2025 waren 29 Prozent der Frauen, die einen Abbruch durchführen ließen, älter als 35 Jahre, wobei der Anstieg in den Altersgruppen von 35 bis 39 Jahren und 40-44 Jahren besonders stark war.
