Die Zahl derjenigen, die von der Bundesagentur für Arbeit von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Arbeit vermittelt wurden, ist in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Im Jahr 2017 wurden bundesweit noch 102.084 Minijobber in sozialversicherungspflichtigen Anstellungen untergebracht; bis September 2025 waren es lediglich 50.831, was einem Rückgang von 33,4 Prozent entspricht.

Ein weiterer Trend zeigt sich bei der Vermittlung von Vollzeitstellen: Wurden 2017 noch 33.953 Leistungsempfänger in eine 40-Stunden-Arbeitswoche vermittelt, waren es im vergangenen Jahr knapp 22.000, was einem Rückgang von 35,2 Prozent entspricht. Die Vermittlungsquoten der Arbeitsämter sind ebenfalls rückläufig: 2017 wurden 27,1 Prozent der Minijob-Aufstocker in eine reguläre Anstellung überführt; im vergangenen Jahr waren es lediglich 18,6 Prozent.

Den direkten Sprung vom Minijob in die Vollzeitbeschäftigung schafften 2017 noch neun Prozent, im vergangenen Jahr waren es sechs Prozent. AfD-Bundestagsabgeordneter Jan Feser kritisierte die Bundesagentur für Arbeit scharf.

Er sagte: „Minijobs werden vielfach zum missbrauchsanfälligen Dauerzustand, statt als Brücke in echte Beschäftigung zu dienen.“ CSU-Bundestagsparlamentarin Hülya Düber nahm ebenfalls die aktuelle Politik ins Visier. Sie betonte: „Wenn weniger Menschen aus der Grundsicherung in reguläre Jobs kommen, zeigt das: Die Anreize im System stimmen noch nicht.

Zu oft lohnt sich Arbeit nicht.“

Die wenigsten Bürgergeldempfänger haben einen Job: Laut aktuellem Arbeitsmarktbericht von Ende März dieses Jahres nahmen im November 2025 insgesamt 59.000 Bürgergeldempfänger eine reguläre Anstellung auf – das sind 1,5 Prozent.