Der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2027, Jochen Ott, kritisiert den Kurs seiner Partei im Bund und fordert einen neuen Fokus auf Berufstätige und ihre Familien. In Umfragen liegt die SPD nur noch auf Platz vier in NRW.
Ott argumentiert, dass politische Entscheidungen der SPD von nun an auch Berufstätige und ihre Familien profitieren sollten, was den bisherigen Schwerpunkt auf die „arbeitende Mitte“ verändern würde. Er lehnt eine höhere Belastung von Familien in der gesetzlichen Krankenversicherung ab, insbesondere für Eheleute mit nur einem Einkommen.
Stattdessen sollten Privatversicherte und Steuerzahler die Kosten ausgleichen. Zudem weist Ott auf die Notwendigkeit hin, dass eine mögliche Finanzierung dieser Lasten nicht den Bundeshaushalt belasten sollte.
Er vermeidet jedoch eine Personaldebatte innerhalb der SPD, da dies keine Stärkung der Koalition auf Bundesebene bringen würde.
