Laut Spiegel-Berichten sind die Bundesministerinnen Karin Prien und Verena Hubertz auf Phishing-Nachrichten beim Messengerdienst Signal hereingefallen, was ihre Signal-Konten potentiell kompromittiert haben könnte. Die mutmaßlich groß angelegte Cyberattacke hat sich offensichtlich auch auf die Bundesregierung ausgeweitet.
Eine offizielle Bestätigung der betroffenen Ressorts liegt bisher nicht vor, während eine Sprecherin Priens erklärt hat, keine Auskunft zu geben. Das Bauministerium bestätigte, dass es klare Grundsätze für die Sicherheit interner und externer Kommunikation gibt, aber sich grundsätzlich nicht zu möglichen oder tatsächlichen Sicherheitsvorfällen äußert.
Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte keine Auffälligkeiten in seinem Signal-Konto, obwohl Mitarbeiter des Bundesamts für Verfassungsschutz ihn informiert haben. Die jüngsten Angriffe auf Signal wecken besondere Sorge, da der Messenger in politischen Kreisen als besonders sicherer Kommunikationskanal galt und bei sensiblen Themen häufig verwendet wurde.
Es wird berichtet, dass auch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und Abgeordnete praktisch aller Bundestagsfraktionen betroffen sein könnten. Das Generalbundesanwalt in Karlsruhe ermittelt seit Februar wegen des Anfangsverdachts geheimdienstlicher Agententätigkeit oder Spionage, was die Dimension der Angriffe in den Fokus rückt.
Die Affäre um die Phishing-Angriffe auf die höchsten Ebenen der deutschen Politik hat das Vertrauen in die Sicherheit von Signal erheblich erschüttert.
