Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) betont, dass die Versorgung mit Flugtreibstoff in Deutschland derzeit gesichert ist. Sie versichert, dass das Land durch seine Raffineriestruktur besser aufgestellt sei als Länder, die Kerosin vollständig importieren.
Trotzdem beobachtet sie engmaschig die Entwicklung und behält Treibstoffpreise sowie Versorgungsstrukturen im Auge. Die Bundesregierung beteiligt sich an der koordinierten Freigabe strategischer Ölreserven über die Internationale Energieagentur, wobei rund 2,6 Millionen Tonnen Öl schrittweise in den Markt gegeben werden sollen.
Zudem liegen nach Angaben des Wirtschaftsministeriums gemeinsam mit anderen IEA-Staaten vorgehaltene Reserven von etwa einer Million Tonnen Kerosin vor. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kündigte an, sich im Nationalen Sicherheitsrat mit der Entwicklung zu befassen.
Sein Ziel ist es, die Versorgung mit zentralen Produkten wie Diesel, Benzin und Flugtreibstoff für die deutsche Wirtschaft und Bürger sicherzustellen. In einem möglichen weiteren Verschärfungsfall seien Maßnahmen vorbereitet.
Die massiv gestörten Lieferketten im Nahen Osten betreffen den Flugtreibstoffmarkt in Europa, der zu großen Teilen von Importen abhängt. Internationale Energie- und Branchenvertreter warnen vor möglichen Engpässen, sollte die Lage weiter anhalten.
IEA-Chef Birol warte, Europa habe womöglich nur noch sechs Wochen Treibstoff. Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärte, Kerosin werde für den Rest des Jahres knapp und damit teurer bleiben.
