Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) reduziert seine Produktion von Sendungen und Krimi-Produktionen, während er freie Mitarbeiter, die weniger oder keine Aufträge mehr erhalten, finanziell weitgehend abgesichert halten soll. Die Kürzungen sind Teil eines Sparkurses des Senders, der auf unzureichende Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zurückgeht.

Gemäß einer Einigung mit den Gewerkschaften sollen freie Mitarbeiter, die durch Kürzungen beim „ARD-Mittagsmagazin“ und bei „MDR um 2“ Honorareinbußen erleiden, bis zu 90 Prozent ihrer Vorjahresbezüge erhalten. Die Zahlung orientiert sich am Einkommen des Jahres 2025 und gilt für den Zeitraum von April 2026 bis März 2027. Der MDR hatte das Geschäftsjahr 2024 mit einem Fehlbetrag von 44,2 Millionen Euro abgeschlossen.

Zudem kündigte der Sender mehrere Einschnitte an, darunter die Abgabe des ARD-Mittagsmagazins und die Pausierung neuer Produktionen von Tatort und Polizeiruf 110 im Sendegebiet für drei Jahre.