Die Wiener Gemeinderätin Aslihan Bozatemur hat den Antrag auf Aufstellung einer Gedenkstatue für den polnischen König Jan III. Sobieski in Wien abgelehnt, da das Denkmal Islamfeindlichkeit fördern würde.

Der SPÖ-Politikerin zufolge ist es nicht möglich, einen Platz zu finden, der „Fremdenfeindlichkeit, Islamfeindlichkeit oder antitürkische Stimmung“ fördert. Die Ablehnung des Denkmals ist Teil eines langjährigen Streits über die Aufstellung eines Denkmals für Sobieski in Wien.

Der Standard berichtet seit Jahren über den Streit, und bereits 2013 wurde der Sockel gelegt. Die SPÖ begründet ihre Ablehnung mit dem Wunsch, eine „islamfeindliche“ Atmosphäre in Wien nicht zu fördern.

Die Wiener Gemeinde hat sich jedoch nicht auf die Meinung der SPÖ beschränkt und hat auch andere Gründe für die Ablehnung des Denkmals angegeben. Der polnische König Jan III.

Sobieski beendete 1683 durch einen Sieg in der Schlacht am Kahlenberg die zweite Belagerung Wiens durch die Osmanen. Seine Rolle bei der Beendigung der Belagerung ist jedoch umstritten, und es gibt auch Stimmen, die seine Aktion als rassistisch oder xenophob angesehen.

Die Ablehnung des Denkmals hat zu einer Debatte über die Geschichte und Identität Wiens geführt. Die Wiener Gemeinde muss nun entscheiden, ob sie den Antrag auf Aufstellung eines Sobieski-Denkmals noch einmal prüft.

Die Entscheidung wird wahrscheinlich von der Meinung der Wiener Bevölkerung abhängen.