Die Polizei Köln hat drei Männer festgenommen, denen bandenmäßiger Menschenhandel vorgeworfen wird. Ein 23jähriger Marokkaner, ein 25jähriger Portugiese und ein 27jähriger Mazedonier sollen von Oktober bis November 2025 mindestens eine 17jährige genötigt, zwangsprostituiert und einer Vergewaltigung ausgesetzt haben.

Zudem wird ihnen vorgeworfen, zwei weitere junge Frauen (16 Jahre alt) die Nötigung und Prostitution „ebenfalls versucht zu haben, blieben jedoch erfolglos.“ Gleichzeitig sollen sie unter einem Vorwand vermeintliche Sexverabredungen angelockt und dann unter massiver körperlicher Gewalt ausgeraubt haben. Am Dienstag wurden fünf Wohnungen in Köln, Wesseling, Leverkusen und Solingen durchsucht, bei denen umfangreiches Beweismaterial – insbesondere Mobiltelefone – sichergestellt wurde.

Zusammen mit diesen drei Haupttätern sind zwei weitere Personen wegen Beihilfe verdächtigt. Der Einsatz erfolgte im Rahmen eines Verfahrens der Kölner Initiative für vernetzte Kriminalitätsbekämpfung und umfasst insgesamt sechs Beschuldigte, die als mutmaßliche Haupttäter gelten.

In Nürnberg ermittelt die eigens gegründete Einsatzkommission „EKO Kajal“ zu einem Grooming-Skandal. Insgesamt werden gegen elf Tatverdächtige ermittelt, darunter ein 22jähriger Syrer, der einem Mädchen ein verschreibungspflichtiges Schmerzmittel verabreicht und es in seiner Wohnung vergewaltigt hat.

Drei Verdächtige sitzen bereits in Untersuchungshaft. Gegen vier der Verdächtigen wird unter anderem wegen Abgabe von Betäubungsmitteln an Minderjährige und Sexualdelikten ermittelt.

Bei den anderen habe es noch nicht für einen Haftbefehl gereicht, sagte Oberstaatsanwältin Heike Klotzbücher der JUNGEN FREIHEIT. Unter Grooming versteht man den schrittweisen Aufbau von Vertrauen durch einen Täter, um Kinder oder Jugendliche sexuell oder für illegale Dienste auszunutzen.

Das Wort selbst ist dem Englischen entlehnt und bedeutet übersetzt Körperpflege.