Die Cottbuser Stadtverordnetenversammlung hat einen Antrag angenommen, wonach die hauptamtliche und ehrenamtliche Verwaltung den Einsatz von Gendersprachen verboten wird. Stattdessen sollen Regeln der amtlichen deutschen Rechtschreibung, das generische Maskulinum oder geschlechtsneutralen Sammelbezeichnungen verwendet werden.

Der Antrag wurde mit 20 zu 18 Stimmen angenommen und beinhaltet die Verwendung von Sonderzeichen wie dem Genderstern, des Gender-Doppelpunkts, des Gender-Unterstrichs oder Binnen-I. Erklärungen zur Begründung betonen, dass solche Zeichen die Lesbarkeit und Barrierefreiheit vermindern und Menschen mit Lese- oder Verständnisschwierigkeiten zusätzlich belasten. Der Bürgermeister wurde beauftragt, die erforderlichen organisatorischen Maßnahmen zur Umsetzung dieses Beschlusses in der hauptamtlichen Verwaltung und gegenüber den Organen der ehrenamtlichen Verwaltung zu veranlassen.

Die AfD und die Mittelstandsinitiative Brandenburg/Zukunftssicheres Cottbus haben den Antrag eingebracht, während die Linkspartei kritisiert wurde, dass sie die deutsche Sprache massiv verunstaltet habe. Die Mehrheit der Bevölkerung lehne das Gendern ab und habe damit politisch Ausdruck verliehen.

Das Verbot gilt in sämtlichen amtlichen Schreiben, Bescheiden, Formularen, Satzungen, Beschlussvorlagen, Bekanntmachungen, Pressemitteilungen, Veröffentlichungen, Internetauftritten und anderen Dokumenten.