Am 20. bis 22. Mai 2026 führten Einsatzkräfte des Zolls eine umfangreiche Aktion durch, bei der mehr als 19 Millionen unversteuerte Zigaretten und fast 17 Tonnen Tabak sowie Vormaterialien für die Herstellung von Zigaretten beschlagnahmt wurden. Die Aktion fand an zahlreichen Orten im Bundesgebiet statt, darunter in Ahlen, Offenbach, Maintal und Salzkotten.

Insbesondere ein ehemaliges Fabrikgelände in Staudt (Rheinland-Pfalz) wurde ins Visier genommen, wo die Zollfahnder eine illegale Produktionseinrichtung entdeckten. Gegen vier Tatverdächtige, alle mit rumänischer und moldawischer Staatsangehörigkeit im Alter zwischen 25 und 54 Jahren, ordnete das Amtsgericht Bielefeld Untersuchungshaft an.

Die Staatsanwaltschaft Bielefeld beschuldigt sie der Herstellung und Verkauf von unversteuerten Zigaretten. Zwischenzeitlich konnten die Ermittler auch rund 75.000 Euro Bargeld, zahlreiche Smartphones und weitere Beweismittel sichern sowie eine Immobilie in Besitz nehmen.

Der Steuerschaden für die gefälschten Zigaretten beträgt 3,9 Millionen Euro, der für den Tabakfeinschnitt weitere 1,5 Millionen Euro.