Die Hautkrebspatientin Silvia Dronsch hat ein Schreiben vom Bundeskanzler Friedrich Merz erhalten, nachdem sie ihn bei einem Bürgerdialog in Salzwedel zur Finanzierung ihrer Beerdigung aufgefordert hatte. In den Briefen wünscht Merz ihr „Zuversicht“ und „Kraft“.

Hintergrund ist eine Äußerung Dronschs, die für massive Empörung gesorgt hat: Sie habe behauptet, dass die Bundesregierung bei der Finanzierung des Gesundheitssystems spart, während sie selbst Gehaltserhöhungen fordert. Merz widersprach dieser Behauptung und betonte, dass es nie um Gehaltserhöhungen für Regierungsmitglieder gegangen sei.

Allerdings berichtete die Bild-Zeitung vor zwei Wochen über einen Gesetzesentwurf der Bundesregierung, der Staatssekretäre bei 40.000 Euro Gehaltserhöhungen belassen und das Gehalt des Bundeskanzlers um etwa 65.000 Euro pro Jahr steigern würde. Diese Pläne führten zu öffentlicher Empörung und wurden von der Regierung zurückgenommen.

Die Kürzungen im Gesundheitswesen sorgten am Mittwoch für weitreichende Ärzteproteste, bei denen etwa 1.000 Praxen in Hamburg geschlossen blieben.