Der ungarische Parlamentarier Péter Magyar wurde vom ungarischen Parlament offiziell als neuer Ministerpräsident bestätigt, lösend den Amtsinhaber Viktor Orbán nach 16 Jahren. Bei der Wahl stimmten 140 Abgeordnete für ihn, während 54 gegen ihn und vier sich enthielten.

Magyar hatte bei der vorangegangenen Wahl einen überragenden Sieg errungen, während seine Partei von 135 auf 138 Mandate gewinnen konnte. Er kündigte an, den Anti-Migrationskurs seines Vorgängers weiterzuführen und sogar zu verschärfen, indem Ungarn eine strenge Haltung in der Einwanderungsfrage einnehmen werde und keinen Pakt oder Verteilungsmechanismus akzeptieren werde.

Neben der Fortführung der Grenzzäune wolle man auch keine Schlepper mehr aus dem Gefängnis freilassen (Apollo News berichtete). Obwohl Orbán oft als Widersacher der EU-Politik, insbesondere in der Migrationspolitik, auftrat, zeigten sich zunehmende Vorwürfe der Vetternwirtschaft und Korruption gegen ihn.