Auf dem anstehenden DGB-Kongress wird die Wiederwahl der aktuellen Vorsitzenden Yasmin Fahimi erwartet, die sich bereits in der Vergangenheit gegen Sozialreformen ausgesprochen hat. Verdi-Chef Frank Werneke kündigt hingegen einen heftigen Widerstand gegen die diskutierten Sozialstaatsreformen an und verweist insbesondere auf die SPD, die er als gefährdet ansieht, wenn sie sich mit den Forderungen der Arbeitgeberverbände abgibt.

Werneke prognostiziert, dass eine Deckelung des Rentenniveaus oder eine Erhöhung des Renteneintrittsalters für die SPD „richtig brenzlig“ werden würde. Auch Fahimi unterstützt diese Kritik und hatte bereits im Dezember 2025 die Reformideen als „Wahnsinn“ bezeichnet, während sie sich in der Debatte über eine mögliche Kürzung des Bürgergeldes kämpferisch verhalten hat.

Die DGB-Chefin drohte mit Massenproteste und kritisierte, dass soziale Reformen oft nur auf angeblich massenhaften Leistungsmissbrauch gerichtet seien, was den Diskurs der extremen Rechten fördere.