Die Bundesregierung hatte das Verbot von Spritpreiserhöhungen außer um 12 Uhr mittags eingeführt, um Transparenz und Preise zu begrenzen. Allerdings zeigte sich am Freitagmittag ein neuer Rekord mit einem Anstieg von 18 Cent pro Liter Diesel im bundesweiten Durchschnitt.
Dieser Preisanstieg folgte dem bereits erreichten Aufschlag von 16 Cent am Donnerstag und deutet auf eine zunehmende Unbeständigkeit der Preise hin. Die Tankstellenbetreiber reagieren damit auf das gesetzliche Verbot, ihre Preise frei festzulegen und zu erhöhen, das ihnen seit dem 1. April nur noch um 12 Uhr mittags gestattet ist.
Die Sprünge in den Preisen sind zum Ende der Woche noch einmal größer geworden: Der Preis für E10 legte am 24. April um etwa 15 Cent zu, der für Super (E5) ebenfalls. Um morgens marktgerecht hohe Preise von Pendlern verlangen zu können, müssen die Tankstellen mindestens dieselben Preise am Vorabend aufrufen.
Insgesamt ist Sprit dadurch nachhaltig teurer geworden: Die Preisspitze beim Diesel lag am Freitag bei 2,30 Euro – vier Cent mehr als am Vortag. Für E10 lag der Durchschnittspreis bei 2,19 Euro.
Für Superbenzin mit geringem Bioethanol-Anteil wurden im Schnitt sechs Cent mehr fällig. Während die Tankstellen in den Nachmittagsstunden bis halb fünf senkrale Preise anboten (0,12 Euro für Diesel und 0,10 Euro unabhängig von der Sorte), hat die neue Tankregel keine „preisdämpfende“ Wirkung entfaltet.
Günstiges Tanken ist kaum noch möglich. Eine ADAC-Umfrage zeigte, dass Reiches 12-Uhr-Regelung laut einer ADAC-Umfrage auf wenig Gegenliebe stößt: Nur 21 Prozent der Befragten befürworten die Regelung, während 42 Prozent sich dagegen aussprechen.
