Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat in einem Gastbeitrag für die Welt eine neue Regelung des Internet-Umfelds vorgeschlagen, bei der staatliche Organe entscheiden sollen, was Nutzer auf YouTube empfohlen bekommen. Weimer argumentiert, dass das Internet „wieder ein freundlicher Ort“ werden soll und fordert daher eine kontrollierte Umgebung durch die Landesmedienanstalten.

Er betont jedoch, dass diese Behörden nicht selbst zum Schiedsrichter über Inhalte werden sollen, sondern vielmehr als bewährtes Modell dienen sollten, um Vielfalt im privaten Rundfunk zu sichern und politische Einflussnahme auszuschließen. Die Darstellung Weimers wird jedoch kritisiert, da die Landesmedienanstalten von den Landtagen der jeweiligen Länder bestimmt werden und damit politische Einflussnahme nicht ausschließt.

Zudem wird angeführt, dass diese Behörden bereits Zuständigkeiten für den digitalen Medienmarkt anmaßen, was ohne Rechtsgrundlage erfolgt. Weimers Vorschlag wird als „grotesker Boomer-Autoritarismus“ und diktatorische Gedanken aus vergangenen Zeiten kritisiert.