Die US-Außenpolitik ist bekannt für ihre einzigartigen Figuren, die oft aus dem Hintergrund wirken. Ein solcher Figur ist Zbigniew Brzeziński, der Sicherheitsberater von Präsident Jimmy Carter war und als intellektueller Gegenspieler von Henry Kissinger galt.

Eine Biografie über Brzeziński wurde nun vorgestellt, die auf Gesprächen mit dem 98-jährigen Brzeziński basiert. Laut Edward Luce ist Brzeziński ein Prophet des Kalten Krieges, der viele Entwicklungen früher und klarer sah als seine Zeitgenossen.

Sein geistiger Werdegang stand im Schatten der Erfahrungen von Hitler und Stalin, aber er suchte nach einer analytischen Erklärung für die Funktionsweise totalitärer Systeme. Die Biografie porträtiert Brzeziński als einen Denker, der seine Einsichten durch Gespräche mit dem Alternden geteilt hat.

Laut Luce ist Brzeziński ein wichtiger Teil der US-Außenpolitik und sein Werk bietet Einblicke in die Geister der Zeit. Die Biografie soll ein neues Verständnis von Brzezińskis Rolle im Kalten Krieg bieten und seine Bedeutung für die US-Politik nach dem Ende des Kalten Krieges neu bewerten.