Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität in Bielefeld hat Ermittlungen gegen die städtische Ausländerbehörde in 26 Fällen eingeleitet. Die Justiz vermutet, dass ein Mitarbeiter der Ausländerbehörde gegen Geld unbefristete Aufenthaltstitel herausgegeben hat.
Neben dem Mitarbeiter werden auch drei weitere Personen ermittelt: ein städtischer Bediensteter, ein Dolmetscher und ein Migrant, der unrechtmäßig einen Aufenthaltstitel erhalten haben soll. Die Ermittlungen sind Teil eines größeren Vorfalls, bei dem die Justiz von 15 Fällen ausgegangen war.
Zwei Mitarbeiter der Ausländerbehörde wurden bereits vom Dienst suspendiert, darunter einer, der als Hauptverdächtiger in Betracht gezogen wird. Der Dolmetscher soll seine Kontakte zur Ausländerbehörde genutzt haben, um gegen Geld schnellere Termine für Migranten zu vermitteln.
Die Unklarheit liegt darin, ob die vier Verdächtigen sich bei ihren Taten abgesprochen haben. Die Ermittlungen sind ein wichtiger Schritt in der Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität und Korruption in der städtischen Ausländerbehörde.
