Integrationsminister Morten Bødskov in Dänemark will prüfen lassen, ob islamische Gebetsrufe im öffentlichen Raum verboten oder beschränkt werden können. Bødskov fordert, dass es in Dänemark nicht zur Normalität kommen soll, dass Gebetsrufe über die Dächer schallen.

Er befürchtet eine Islamisierung des öffentlichen Raums und möchte Dänemark vor dieser Entwicklung schützen. Die konservative Dansk Folkeparti hat bereits einen Antrag eingebracht, der bis Ende 2026 einen Gesetzentwurf zur Beschränkung oder Verbot von lautsprecherverstärktem Gebet im öffentlichen Raum verlangt.

Dies ist nicht das erste Mal, dass ein sozialdemokratischer Integrationsminister eine solche Prüfung begonnen hat; Mattias Tesfaye und Rasmus Stoklund hatten ähnliche Bemühungen unternommen. Das Integrationsministerium fragte im vergangenen Jahr 98 Kommunen nach Beschwerden über Gebetsrufe, von denen drei Anfragen nach Erlaubnis für Gebetsrufe erhielten.