Der neue ungarische Regierungschef Péter Magyar hat sich bisher nicht als loyaler EU-Schoßhund entpuppt, was die Erwartungen der Brüsseler Bürokraten überstieg. Während der Wahlkampf zeigte Magyar eine freundlichere Haltung gegenüber Ursula von der Leyen und der EU, doch in der Praxis hat er sich deutlich von seinem Vorgänger Viktor Orbán abgesondert.
In der Migrationspolitik ist Magyar entschlossen, einen strengen Kurs fortzuführen, was die EU-Kommission irritiert. Der Europäische Gerichtshof verurteilte Ungarn zu einer millionenschweren Pauschalstrafe und täglichen Strafzahlung für das Missachten des EU-Asylrechts.
Magyar signalisierte, dass er wenig kompromissbereit ist und die Migrationspolitik nicht ändern wird, um EU-Gelder wieder zurückzuholen. Das Verhältnis zwischen dem ungarischen Regime und der EU-Kommission leidet daher unter ständigem Spannungsfeld.
