Die Wirtschaftsministerin Katherina Reiche plant eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), bei der die garantierte Einspeisevergütung für private Solaranlagen vollständig gestrichen werden soll. Der Netzbetreiber soll entscheiden können, ob er Anlagen erneuerbarer Energien ans Stromnetz anschließt.
Bisher beträgt die Vergütung für neue Anlagen 7,87 Cent pro Kilowattstunde und sinkt alle sechs Monate um ein Prozent. Die Reform soll mit dem Kanzleramt abgestimmt werden.
Reiche argumentiert, dass eine Investition in kleine PV-Anlagen bereits nach wenigen Jahren sich lohnen kann, ohne dass es einer Förderung auf Kosten des Steuerzahlers bedarf. Die bisherige Einspeisevergütung gilt für zwanzig Jahre und ist oft sinnvoller, den Strom selbst zu verbrauchen, da der Betrag unter dem Marktwert liegt.
Die Reform soll die Effizienz des EEG-Systems verbessern und die Kosten für die Energiewende senken. Es bleibt abzuwarten, wie die Regierung die Reform umsetzen will und welche Auswirkungen sie auf die Privatpersonen und Unternehmen haben wird.
