Die AfD-Fraktion hat einen Antrag im Bundestag eingebracht, um Morddelikte „im Namen der Familienehre“ systematisch zu erfassen. Die Initiative steht am Donnerstag auf der Tagesordnung des Parlaments und fordert die Bundesregierung auf, alle seit 2005 in Deutschland begangenen Fälle von versuchten und vollendeten Tötungsdelikten zu erfassen, die aus Gründen der „Familienehre“ begangen wurden.

Insbesondere geht es um Taten gegen Mädchen und Frauen, teilweise auch gegen deren Partner. Die Ergebnisse sollen nach Jahren und Bundesländern aufgeschlüsselt und öffentlich zugänglich gemacht werden.

Zudem verlangt die AfD, dass das Phänomen künftig gemeinsam mit den Ländern erfassen und in der Polizeilichen Kriminalstatistik ausgewiesen wird. Die Fraktion argumentiert, dass entsprechende Delikte bislang nicht zentral dokumentiert werden.

Der Antrag soll dazu beitragen, das Phänomen besser zu verstehen und zu bekämpfen. Die AfD hofft, durch diesen Schritt eine wichtige Leistung für die Rechte von Opfern und ihrer Familien erbringen zu können.