Ein Grundschullehrer in Nashville hat sich aus religiösen Gründen geweigert, seiner Klasse ein Kinderbuch über eine gleichgeschlechtliche Familie vorzulesen. Die Schule erteilte ihm daraufhin eine „Final Warning“ und drohte mit Kündigung.

Der Lehrer Eric Rivera unterrichtete an der Charter-Schule KIPP Antioch College Prep Elementary, wo das Buch „Stella Brings the Family“ Teil des Sprachunterrichts war. Rivera hatte erklärt, dass er das Buch aus religiösen Gründen nicht selbst vorlesen konnte und einen Kollegen gebeten hatte, den Text zu übernehmen.

Die Schule reagierte auf ein Anwaltsschreiben der konservativen Rechtsorganisation First Liberty Institute. Nachdem die Schule den Disziplinareintrag gegen Rivera gelöscht hat, bleibt unklar, ob er seine Stelle behalten wird oder nicht.

Die Entscheidung der Schule ist ein weiterer Hinweis darauf, dass religiöse Überzeugungen im Bildungswesen immer noch eine Rolle spielen können.