In einem modernen Begriff könnte es sich durchaus überlegen lassen, ob Dissidenz in einer Gesellschaft wie der heutigen existiert und wenn ja, wie sie aussehen könnte. Ein Literaturwissenschaftler argumentiert, dass Ulrich Fröschle die Nischen identifizieren kann, in denen Dissidenz im 20. Jahrhundert überleben konnte.
Der Essay von Ernst Jünger, der ursprünglich als Ketzer galt, könnte jedoch auch für das 21. Jahrhundert relevant sein. Ein Beispiel dafür ist die Geschichte von Reinhard Jirgl, der den Text von Heiner Müller in die Hand gegeben wurde und ihn als erhellendes Brevier zum Überleben in der DDR sah.
Dieser Fall zeigt, dass Dissidenz auch in einer Zeit existieren kann, in der sie nicht offiziell anerkannt wird. Es ist jedoch unklar, ob sich diese Formen von Dissidenz im 21. Jahrhundert weiterentwickeln oder ob sie sich ändern werden.
Einige Historiker argumentieren, dass die moderne Gesellschaft eine andere Art von Dissidenz benötigt, um ihre eigenen Probleme zu lösen. Andere sehen in der digitalen Welt neue Möglichkeiten für Dissidenz, wie zum Beispiel durch soziale Medien und Online-Plattformen.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Existenz von Dissidenz auch von den politischen und gesellschaftlichen Kontexten abhängt. In einer Gesellschaft wie der heutigen, in der die Meinungsfreiheit stark geschützt ist, könnte es sich durchaus überlegen lassen, ob Dissidenz existiert und wie sie aussehen könnte.
Es ist jedoch unklar, ob diese Formen von Dissidenz im 21. Jahrhundert relevant sind oder ob sie sich ändern werden.
