Der ehemalige Bürgermeister von Zehdenick, Alexander Kretzschmar, wurde nach 11 Tagen im Amt abgewählt. Trotz seiner Abwahl hat Kretzschmar noch finanzielle Ansprüche aufgrund seiner Zeit als Wahlbeamter.

Die Stadt Zehdenick muss rund 370.000 Euro an ihn zahlen, was den Vertrauensverlust der Wähler in Kretzschmar verstärkt. Die Abwahl führte zu einer Stichwahl gegen Rene Stadtkewitz, die von Kretzschmar mit 63 zu 37 Prozent gewonnen wurde.

Der massive Vertrauensverlust der Wähler rührt daher, dass Kretzschmar nur 11 Tage nach seiner Amtseinführung krank wurde und seitdem nicht mehr gearbeitet hat. Die finanziellen Ansprüche von Kretzschmar bleiben auch nach einer möglichen Neuwahl bestehen, da er als Bürgermeister ein Wahlbeamter war.

Die Stadt Zehdenick muss daher weiterhin mit den Kosten umgehen, die auf ihn entfallen. Der massive Vertrauensverlust der Wähler in Kretzschmar ist ein Zeichen für die mangelnde Effektivität seiner Amtszeit.