Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen hat sich gegen ein Burkaverbot ausgesprochen, da es Frauen nicht frei genug lassen würde. Carmen Wegge, Vorsitzende der SPD-Frauen und rechtspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, betont, dass Frauen selbstbestimmt leben können müssen, ohne dabei bevormundet oder unter Druck gesetzt zu werden.

Ein allgemeines Verbot der Vollverschleierung würde diesen Ansprüchen nicht gerecht werden und keine Frau gezwungen werden darf, etwas zu tragen, was sie nicht will. Die Frauen-Union hatte jedoch bereits für ein Vollverschleierungsverbot in der Öffentlichkeit gestimmt, und ein entsprechender Antrag soll beim Bundesparteitag der CDU Ende Februar eingereicht werden.

Der Antrag sieht vor, „Kleidungsstücke oder Verhüllungen, die das Gesicht vollständig oder weitgehend bedecken“, zu verbieten. Die Ablehnung des Burkaverbots durch die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen zeigt, dass es innerhalb der politischen Landschaft in Deutschland unterschiedliche Meinungen über die Frage gibt.