Der ehemalige Verfassungsrichter Christoph Degenhart hat in der größten deutschen juristischen Fachzeitschrift gegen Daniel Günther ausgesprochen. Er teilt Gunthers Ansicht, dass die Zensur- und Verbotsforderungen gegen Medien in einer „autoritären Demokratie“ statt einer freiheitlichen Gesellschaft zu sehen sind.

Degenhart kritisiert Günther dafür, dass er von staatlicher Seite „demokratische Meinungen identifizieren“ will, was laut dem Jura-Professor eine demokratiefeindliche Handlung darstellt. Darüber hinaus lehnt Degenhart ein Verbot der Presse ab und sieht für solche Maßnahmen „sehr hohe Schranken“.

Er glaubt, dass die Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein diese Maßnahmen nicht für Feinde der Demokratie, sondern vielmehr als eine Möglichkeit nutzen will, die Meinungsfreiheit einzuschränken. Degenharts Meinung ist ein wichtiger Beitrag zum Diskussionsverkehr über die Bedeutung einer freien Presse in einer demokratischen Gesellschaft.

Die Kritik an Günthers Ansichten unterstreicht die Notwendigkeit, die Grenzen der Zensur und des Presseverbots im Grundgesetz zu diskutieren und zu schützen.