Der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Richterbunds, Sven Rebehn, warnt vor einem Kollaps des deutschen Justizsystems. Er beklagt die stagnierende Digitalisierung und den Personalmangel als schwerwiegende Symptome für die Funktionsfähigkeit der Justiz.

Insbesondere die Staatsanwaltschaften seien unter Druck, da rund eine Million Strafverfahren unbearbeitet sind und das Verfahrensverhalten immer mehr unter Frage gestellt wird. Die Digitalisierung scheint nicht ausreichend zu funktionieren, was zu einem „Digitalisierungsstau“ führt, während die Vertrauenswürdigkeit der Richter und Staatsanwaltschaften in den letzten Jahren stark zurückgegangen ist.

Rebehn befürchtet, dass das Justizsystem nicht mehr in der Lage sein wird, mit der zunehmenden Kriminalität und den Asylklagen umzugehen. Die Situation sei so kritisch, dass sie bereits als „Kollaps“ bezeichnet werden könnte.

Es ist unklar, wie die Regierung und das Justizministerium auf diese Herausforderungen reagieren werden, aber Rebehn ruft zu einer dringenden Reform auf, um das System zu stabilisieren. Die Situation im deutschen Justizsystem ist also sehr ernst und es wird interessant sein, wie sich die Politik und die Gesellschaft darauf reagiert.