Die Berliner Grünen-Fraktionsführung hat ihre Abgeordneten angesichts des mutmaßlich linksextremen Hintergrund des Stromanschlags gebeten, den Thema nicht öffentlich zu thematisieren. In einer internen Mail innerhalb der Fraktion wurde die „Kommunikationslinie“ zum Thema „Stromausfall/Wegner“ an die Abgeordneten verschickt, in der es heißt: „NICHT Täterinnen/Ermittlungen in den Mittelpunkt ziehen.“ Dieser Aufruf soll verhindern, dass die linksextreme „Vulkangruppe“, die für den Anschlag verantwortlich sein soll, öffentlich thematisiert wird.
Der Stromanschlag am 3. Januar hatte rund 45.000 Haushalte und 2.200 Betriebe im Südwesten Berlins ohne Strom gelassen. Die Grünen-Abgeordneten sollen sich daher von der öffentlichen Diskussion über den Anschlag fernhalten, um mögliche Verbindungen zu ihren eigenen politischen Positionen zu vermeiden.
Die Gruppe hat jedoch nicht erklärt, warum sie die öffentliche Thematisierung des Themas ablehnt.
