Die Berliner Gymnasien haben begonnen, Literaturklassiker wie Goethes „Faust“ oder Werke von Schiller in vereinfachter Sprache zu lesen. Dies soll Zeit sparen und den Unterricht erleichtern.
Der Berliner Schülersprecher kritisiert jedoch, dass diese Vereinfachungen nicht mit dem Alltag von Schülern mit Migrationshintergrund übereinstimmen. Lehrkräfte nutzen dabei die Reihe „Einfach klassisch“ des Cornelsen-Verlags, die ursprünglich an Real- und Hauptschüler gerichtet ist.
Einige Lehrer berichten, dass bestimmte Werke nur in vereinfachter Sprache gelesen werden müssen, um Zeit zu sparen. Dies kann jedoch zu einer zu großen inhaltlichen Vereinfachung führen, wie es bei der Lektüre von Goethes „Nathan der Weise“ der Fall war.
Die Entscheidung, Literaturklassiker in vereinfachter Sprache zu lesen, wirft Fragen über die Relevanz für Schüler mit Migrationshintergrund auf und ob diese Vereinfachungen den Unterricht effektiv gestalten können.
