Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, hatte am ersten Tag des Blackouts in der Stadt Tennis gespielt. Laut einer Antwort der Senatskanzlei war Wegner zwischen 13 und 14 Uhr am Samstag auf dem Stadtrand unterwegs.
Er erklärte im Interview mit Welt-Chefredakteur Burgard, dass er einfach mal „den Kopf freikriegen“ musste, weil er schon seit kurz nach acht Uhr gearbeitet hatte. Wegners Handy sei auch beim Tennisspielen „auf Laut“ gestellt gewesen.
Die Behauptung des Bürgermeisters, er habe sich zu Hause „eingeschlossen“ und gearbeitet, wird nun in Frage gestellt. Es ist unklar, ob die Aktionen von Wegner als unangemessen oder unprofessionell angesehen werden können.
Die Senatskanzlei versicherte jedoch, dass Wegner stets erreichbar gewesen sei. Die Entdeckung der Tennis-Spielzeit des Bürgermeisters wirft Fragen über seine Verantwortlichkeit und Integrität auf.
