Die militärische Intervention der Vereinigten Staaten in Venezuela ist nicht ein isoliertes Ereignis, sondern vielmehr ein Ausdruck eines umfassenderen Paradigmenwechsels in amerikanischer Machtpolitik. Die faktische Wiederbelebung einer amerikanischen Monroe-Doktrin im 21. Jahrhundert wird durch die explizite und weniger rhetorisch verkleidete Umsetzung des Anspruchs dargestellt, dass der amerikanische Doppelkontinent außerhalb europäischer Einmischung zu stehen habe.
Diese Neuordnung ist jedoch nicht mit einer internationalen, regelbasierten Ordnung vereinbar und zeigt, dass Washington in Zukunft nur noch mit einem „dicken Augenzwinkern“ auf internationale Regeln angewiesen sein wird. Die amerikanische Monroe-Doktrin hat sich im Laufe der Zeit entwickelt und ist heute stärker als je zuvor, was ihre Auswirkungen auf die regionale Sicherheit und die internationalen Beziehungen hat.
Die Intervention in Venezuela ist ein wichtiger Schritt in dieser Richtung und zeigt, dass die USA bereit sind, ihre Interessen durch militärische Mittel durchzusetzen. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Entwicklung weiterentwickelt und welche Auswirkungen sie auf die regionale Sicherheit und die internationalen Beziehungen haben wird.
