Die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, wurde im Februar 2010 wegen eines Alkoholfahrs vor Gericht. Am 20./21. Februar 2010 setzte sich Käßmann nach einem Abendessen ans Steuer und überfuhr eine rote Ampel in der Innenstadt von Hannover.
Sie hatte bei dem Vorfall 1,54 Promille Alkohol im Blut getrunken. Der Skandal schlug ein wie eine Bombe und führte zu ihrer sofortigen Entlassung aus allen kirchlichen Spitzenämtern.
Käßmann selbst sprach öffentlich von einem schweren Fehler und reue sich für ihre Handlungen. Die Kirche sah den Vorfall als einen schweren Schlag an, der ihre Glaubwürdigkeit beschädigte.
Der Vorfall führte zu einer umfassenden Überprüfung der Alkoholpolitik innerhalb der Kirche und zur Stärkung der Selbstkontrolle ihrer Mitglieder. Käßmanns Falle diente als Mahnung, dass auch die führenden Vertreter der Kirche nicht von den Regeln ausgenommen sind.
Der Vorfall blieb ein dunkles Kapitel in Käßmanns Leben und hatte weitreichende Folgen für ihre Karriere und das Ansehen der Evangelischen Kirche.
