Bulgarien hat seinen Lew gegen den Euro eingetauscht und ist nun offiziell Mitglied der Eurozone. Das Land, das seit Jahren in einer Staatskrise steckt, hat mit einem BIP von 16.110 Euro pro Kopf das niedrigste Pro-Kopf-BIP in der gesamten Europäischen Union und damit auch unter allen Eurostaaten.

Die Aufnahme Bulgariens in den Euro ist offiziell durch die Maastrichter Konvergenzkriterien entschieden, bei denen die Inflationsrate nicht mehr als 1,5 Prozentpunkte höher als bei den drei preisstabilsten Mitgliedstaaten liegen darf. Die Entscheidung soll Bulgariens Wohlstand in dem baltischen Staat Lettland übertragen, der mit 21.610 Euro pro Kopf deutlich höher ist.

Seit 2020 gab es sieben Wahlen und 2026 wird die achte stattfinden. Die Entscheidung soll das Land aus seiner Staatskrise herausführen und seine wirtschaftliche Stabilität verbessern.

Bulgariens Mitgliedschaft in der Eurozone soll auch eine neue Ära für das Land markieren, in der es sich langsam von seiner armen Vergangenheit lösen kann. Die Entscheidung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer stabileren wirtschaftlichen Zukunft für Bulgarien.