Die NGO EU-Disinfolab hat ein Papier veröffentlicht, in dem sie Klima-Desinformation als „systemisches Risiko“ einstuft. Die Organisation fordert von Plattformen, bei gesetzmäßigen Äußerungen, die vermeintlich Desinformation darstellen würden, auch „algorithmische Herabstufungen“ zu durchführen.

Das Papier, das im Juni 2025 veröffentlicht wurde, untersucht angebliche Misinformation und Desinformation hinsichtlich Online-Diskursen bezüglich Klimawandel und Energiewende. Die Veröffentlichung wurde von der Calouste Gulbenkian Foundation unterstützt, die von Google als Hauptsponsor fungiert.

Das Papier, das 76 Seiten lang ist, soll ein möglicher Eingriff in den freien Meinungsaustausch darstellen, wie es im Digital Services Act vorgesehen ist. Die EU-Disinfolab-NGO hat regelmäßig EU-Kommissionsmitglieder beraten und Projektförderungen im sechsstelligen Bereich erhält.

Die Veröffentlichung des HEAT-Papiers wirft Fragen auf, ob die Regulierung von Online-Diskursen zu einer Zensur der Meinungsfreiheit führen könnte.